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Österreich: Kinder gestalten Münzen

Am 6. Oktober 2011 von Fabian | Edelmetalle, Münzen aus Europa, Silber Münzen

Einen Münzwettbewerb der besonderen Art hat sich Österreich einfallen lassen: Bis 2016 werden alle Bundesländer Österreichs auf Münzen verewigt – mit von Kindern gestalteten Motiven! Jedes Jahr wird je ein Wettbewerb für zwei Bundesländer veranstaltet. Teilnehmen dürfen alle Volksschüler der 3. und 4. Klasse aus dem jeweiligen Bundesland.

Bereits abgeschlossen ist der Wettbewerb für die Münze „Steiermark“. Den 1. Platz hat Viktoria Reicht mit ihrem Entwurf „Das grüne Steiermarkherz“:

Die Zeichnung wird nun von Graveur Helmut Andexlinger in einen Rohling verwandelt und ab nächstem Jahr ausgegeben. Die Auflage beträgt 70.000 Exemplare für Sammler und etwa 200.000 Exemplare für den Umlauf.

Aktuell läuft der Wettbewerb für die Münze „Kärnten“. Die 10. Ausgabe von „Kinder gestalten Münzen“ wird zum Abschluss der Serie den Titel „Österreich“ tragen und das ganze Land portraitieren.

Die Ausgaben der Serie:

  • Steiermark (2012)
  • Kärnten (2012)
  • Niederösterreich (2013)
  • Vorarlberg (2013)
  • Salzburg (2014)
  • Burgenland (2014)
  • Wien (2015)
  • Tirol (2015)
  • Oberösterreich (2016)
  • Österreich (2016)

Abschließend noch die ausführliche Presse-Information der Münze Österreich:

PRESSEINFORMATION VOM 10. MAI 2011
KINDER GESTALTEN MÜNZEN –
START IN DER STEIERMARK

Auftakt-Event zum wahrscheinlich größten Schulwettbewerb Österreichs. Im Grazer Kindermuseum FRida & freD erging am Dienstag der Aufruf an die steirischen Volksschüler und deren Lehrer, die Steiermark auf eine Münze zu bringen. Der Wettbewerb ist der erste seiner Art und läuft bis 17. Juni 2011. Bis 2015 kommen alle Bundesländer an die Reihe. Die Volksschüler der 3. und 4. Klassen sind aufgerufen, ihre Bundesländer-Münzen mitzugestalten. Drehscheibe ist die Website http://www.meinemuenze.at.

„Unbedingt mitmachen“, lautet der Aufruf von ORF- und Ö3-Moderatorin Kati Bellowitsch. Die ausgebildete Volksschullehrerin und gebürtige Grazerin wird alle Münz-Wettbewerbe begleiten. „Eine tolle Idee! Was Kindern wertvoll ist, auf eine Münze zu bringen, ist ein guter Ansatz, Kinder an das wichtige Thema Geld heranzuführen.“

„Die von den steirischen Kindern mitgestaltete 10-Euro-Münze wird im Mai 2012 in ganz Österreich ausgegeben“, verspricht Vorstandsdirektor Gerhard Starsich von der Münze Österreich AG. Vorerst sind die steirischen Kinder aufgerufen, die schönsten Seiten ihres Bundeslandes zu Papier zu bringen. In den nächsten Jahren kommen alle Bundesländer an die Reihe. „So entsteht über die Jahre eine einzigartige Reihe aus neun Bundesländermünzen plus einer Österreich-Münze“, freut sich Starsich. Ein Schatz nicht nur für Sammler. Der Wettbewerb wird vom Unterrichtsministerium unterstützt.

Die Jury wird alle eingesendeten Vorschläge begutachten und die Gewinner bestimmen. Als Preis winkt etwa für eine gesamte Schulklasse ein Besuch in der Münze Österreich AG in Wien. In jedem Bundesland gibt der Sieger das Thema einer Münzseite vor. Die anderen Seiten werden den Kulturerben des jeweiligen Bundeslandes gewidmet sein.

Wenn es ums Thema Münzgestaltung geht, zerbrechen sich normalerweise die Graveure, die Künstler der Münzprägestätte, die Köpfe, welche Motive geeignet sind. Genau diesen Schaffensprozess sollen jetzt die Schulkinder übernehmen. Die Schüler sollen sich Gedanken machen, was das Bundesland, in dem sie leben, so besonders macht, und Motive entwerfen, die für die Steiermark stehen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Zeichnen, Malen, Schreiben – Kunst hat viele Gesichter. Die Kinder können Einzelarbeiten schicken oder das Werk als Klassenarbeit einreichen.

Wie relevant das Thema „Kinder und Geld“ ist, weiß der Hausherr des Grazer Kindermuseums, Jörg Ehtreiber, zu berichten. Dort läuft bis ins nächste Jahr die Ausstellung „Was kost‘ die Welt? – Eine interaktive Ausstellung rund ums Geld“. Die Ausstellung bescherte dem Kindermuseum den besucherstärksten Monat überhaupt. „Das Interesse gerade von Seiten der Lehrer ist gewaltig“, berichtet der Museumsdirektor. „Es ist ein Thema, das eine hohe Sensibilität verlangt. Wir freuen uns, dass unsere Ausstellung durch den Wettbewerb eine zusätzliche Bereicherung erfährt.“

In allen Bundesländern setzt sich die sechsköpfige Jury aus drei ständigen und drei lokalen Mitgliedern zusammen. Fix dabei sind Kati Bellowitsch sowie von der Münze Österreich AG Vorstandsdirektor Starsich und der Leiter der künstlerischen Abteilung, Thomas Pesendorfer.

Unterlagen und Informationen zu dem Projekt findet man auf der Homepage http://www.meinemuenze.at. Dort werden auch alle eingesendeten Vorschläge veröffentlicht.

 

Gewinnerin des 1. Platzes ist Viktoria Reicht von der Volksschule Kirchbach mit dem Münzentwurf „Das grüne Steiermarkherz“.

BRING DEIN BUNDESLAND AUF EINE MÜNZE!

Der große Kinder-Kreativwettbewerb der Münze Österreich AG –
Die ersten Gewinner

Viktoria Reicht von der Volksschule Kirchbach ist die jüngste Münzdesignerin der Welt. Mit ihrem Motiv hat sie sich im Wettbewerb um die Gestaltung einer 10-Euro-Münze durchgesetzt, die die erste aus einer Reihe von Bundesländermünzen sein wird. Äpfel, Berge, Wiesen, Blumen und ein Fluss versinnbildlichen für Viktoria die Steiermark.

Die Jury, bestehend aus dem Generaldirektor der Münze Österreich AG, Mag. Gerhard Starsich, dem Leiter der künstlerischen Abteilung, Thomas Pesendorfer, dazu noch ORF-Moderatorin Kati Bellowitsch, Mag. Jörg Ehtreiber, Direktor des Grazer Kindermuseums, und dem Amts führenden Präsidenten des steirischen Landesschulrates, Wolfgang Erlitz, waren sich einig: Viktorias Entwurf wird die Basis für 70.000 Sammler- und zirka 200.000 Umlaufmünzen.

Bevor die Münze geprägt wird, wird Viktorias Motiv von den Graveuren der Münze Österreich AG bearbeitet. Darum wird sich unter anderem auch Helmut Andexlinger, der jüngste Designer der Münze Österreich AG, kümmern, der vor kurzem selbst einen Wettbewerb gewonnen hat. Die von ihm gestaltete 2-Euro-Münze wird ab Jänner 2012 in den Geldtaschen von 330 Millionen Bürgern der 17 Euro-Länder klimpern.

Die Graveure der Münze Österreich AG waren vom hohen Niveau der kleinen Künstler sehr beeindruckt: „Die Kinder haben ein Feuerwerk an Kreativität geliefert, wir freuen uns auf die konkrete Umsetzung und auf die Einlösung des Gewinnes: Die junge Kollegin wird mit ihrer Schulklasse die Münze Österreich besuchen kommen, und wir sind gespannt, sie kennen zu lernen.“ Den zweiten Platz des großen Kinder-Kreativwettbewerbs erreichte Tiffany Lichtenegger von der Volksschule Haus im Ennstal, die ein Klapotetz, also ein im Weinland verbreitetes Windrad, Trauben, Weinflaschen und ein Weinglas auf grünem Hintergrund zeichnete. Für Dominik Jettl von der Volksschule Knottingerstraße in Bruck an der Mur ist der Erzherzog Johann typisch steirisch. Er belegt den dritten Platz.

Die Steiermark hat also ihre eigene Münze, jetzt ist Kärnten dran. Bis 28. Oktober 2011 sind dort alle Volksschülerinnen und Volksschüler der dritten und vierten Klassen sowie der ersten und zweiten Klassen Hauptschule und AHS aufgerufen, die schönsten und faszinierendsten Seiten ihres Bundeslandes zu Papier zu bringen.

Die Münze Österreich AG, Österreichs offizielle Münzprägestätte, wird das Siegerthema dann auf eine 10-Euro-Münze prägen. 2016 wird die Serie schließlich vollendet sein und aus neun Bundesländermünzen bestehen. Eine Seite wird von den Schülern entworfen, die andere wird dem Kulturerbe des Bundeslandes gewidmet. Die zehnte wird eine Österreich-Münze sein. Damit bestimmen zum ersten Mal in der 800-jährigen Geschichte der Münze Österreich AG die Kinder des Landes die Münzmotive.

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