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Entwürfe zu „UNESCO Welterbe – Dom zu Aachen“

Am 10. Oktober 2011 von Fabian | Edelmetalle, Gedenkmünzen, Gold Münzen, Münzen aus Deutschland, Münzset und Serien, Umfrage

Logo des UNESCO WelterbeEndlich steht das Motiv für die nächstjährige 100-Euro-Goldmünze „UNESCO Welterbe – Dom zu Aachen“ fest. Die siebenköpfige Jury empfahl unter Vorsitz von Jordi Truxa den von Erich Ott eingereichten Entwurf. Als Erscheinungstermin ist der 1. Oktober 2012 festgelegt worden.

Es ist bereits die 9. Ausgabe in der deutschen Reihe der „UNESCO Welterbe“. Der Aachener Dom mit seinem Kunstschatz war das erste deutsche Denkmal das 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

1. Preis (Erich Ott, München)

Die Bildseite zeigt den Dom zu Aachen in seiner ganzen Breite und Höhe bis an den Münzrand gesetzt. Die Darstellung besticht durch ihre filigrane und plastisch differenzierte Ausführung. Die Schrift ist von großer Klarheit, der Text ist sofort erkennbar.
Die Wertseite greift die Schriftverteilung der Bildseite bruchlos auf, der Adler kontrastiert in seiner fast kreisrunden Form wirkungsvoll mit der rechteckigen Gebäudedarstellung.
Der Münzentwurf ist von klassischer Ausgewogenheit und vollkommen in der handwerklichen Ausformung.

2. Preis (Bodo Broschat, Berlin)

Der Entwurf besticht auf den ersten Blick durch eine an mittelalterliche Siegel erinnernde, harmonische Gesamtkomposition beider Münzseiten. Ein Achteck schafft einen Binnenraum, der sich auf das Oktogon der Karlskapelle bezieht.
Die perspektivische Darstellung des Doms von Südwesten ist gut gelungen. Dimension und Form des Bauwerks sind sehr gut erkennbar. Der handwerkliche Detaillierungsgrad ist außerordentlich hoch.
Die sehr klare, breit laufende Umschrift wirkt modern mit einer gleichzeitig mittelalterlichen Anmutung.
Der heraldische Adler fügt sich gut in die Siegelstruktur ein, vermag aber isoliert betrachtet nicht ganz dem hoheitlichen Anspruch zu genügen. Die Jury würdigt ausdrücklich den durchaus mutigen Ansatz der spannungsvollen Kombination eines mittelalterlichen Themas in zeitgenössischer Übersetzung.

3. Preis (Reinhard Eiber, Feucht)

Die Kombination einer Südansicht des Doms mit einem Teilgrundriss stellt eine eigenständige und überzeugende Lösung dar. Der vergleichsweise reduzierte Detaillierungsgrad des Bauwerks führt allerdings zu Unstimmigkeiten.

Bezüglich der Wertseite betrachtet die Jury die Variante B als besser zur Bildseite korrespondierend. Der recht ungewöhnlich gestaltete Adler nimmt in seiner rechteckigen Grundstruktur Bezug auf das architektonische Motiv der Bildseite.

4. Preis (Victor Huster, Baden-Baden)

Dem Künstler ist ein eindrucksvoller Entwurf gelungen. Das Motiv aus südöstlicher Vogelperspektive ist klar erkennbar, wirkt geschlossen und in sich zusammengefasst. Ergänzt wird die Darstellung im oberen Teil durch ein Monogramm Karls des Großen. Gelungen ist die Begrenzung durch ein Oktogon auf der Bild- und Wertseite.
Die Schrift wirkt als dominantes Gestaltungselement.
Auf der Wertseite erschweren die unterschiedlichen Schriftansätze die Lesbarkeit. Sehr phantasievoll ist die Darstellung der Sterne. Die Verbindung durch Linien entspricht jedoch nicht den Kriterien der Auslobung .
Insgesamt handelt es sich um einen künstlerisch hoch angesiedelten Entwurf.

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