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Auktionsschätze der Numismatik

Am 2. Februar 2016 von Jasmin | Aktuelles, Historische Muenzen

Schon längst haben Münzsammler erkannt, dass es manchmal die kleinsten, fast vergessenen und vermeintlich unauffälligen Münzausgaben sein können, die nach Jahren letztlich zu großen Schätzen der Numismatik heranreifen. Das dies nicht nur bloße Theorie, sondern überraschende Realität ist, zeigen die folgenden Auktionsergebnisse aus den USA und London.

Zwei Millionen Dollar für einen amerikanischen „Barber Dime“

Bei einer Auktion in Tampa, Florida wechselte eine 10-Cent-Münze von 1894, nach dem Graveur Charles Barber „Barber Dime“ genannt, für gut 2 Millionen US-Dollar den Besitzer. Diese Summe hat auch ihren Grund: Von den insgesamt 24 im Jahr 1894 geprägten Exemplaren dieser 10-Cent-Münze sind heute Experten zufolge nur noch acht oder neun Stücke erhalten. Daher zählt diese kleine Rarität zusammen mit einer Dollarmünze von 1804 und einer 5-Cent-Münze von 1913 zu den „Big Three“ der amerikanischen Münzwelt.

Tatsächlich ranken sich eine Vielzahl von Geschichten und Mythen um den kostbaren Barber Dime. So glaubt man etwa, dass einige der 24 Original-Münzen damals in Umlauf gerieten und noch heute, unerkannt als gewöhnliches Kleingeld, in den Geldbeuteln ahnungsloser Amerikaner verweilen. Eine noch wesentlich kuriosere Geschichte beschreibt, dass es einem Mann im Jahr 1894 gelungen sei, drei der seltenen 10-Cent-Stücke an sich zu nehmen. Diese übergab er seiner Tochter, die sie verwahren sollte, weil sie eines Tages ein Vermögen wert sein konnten. Der Geschichte zufolge soll sich das Mädchen jedoch an einem heißen Sommertag für einen der Barber Dimes ein Eis gekauft haben – und soll diesen Tag, nachdem sie letztlich um den Wert der Münzen wusste, nie wieder vergessen haben.

Bild mit der Wertseite einer 10-Cent-Münze aus den USA

(Bild aus: Wikipedia, der freien Enzyklopädie von: Brandon Grossardt)

 

Doch wer jetzt fälschlicherweise annimmt, dass solche Auktionsschätze nur in den USA zu finden seien, der irrt sich gewaltig.

Neuer Rekord: Deutschlands teuerste Münze

Am 30. Oktober des vergangenen Jahres kam in London ein goldener Jakobslöser zu 20 Goldgulden aus Deutschland unter den Hammer – und erzielte einen deutschen Rekordpreis von mehr als 900.000 Euro! Das besonders herausragende an diesem Münzschatz: Üblicherweise wurden Jakobslöser als Silbermünzen ausgegeben – auch darum konnte der Goldgulden eine solche Rekordsumme erzielen.

Ob nun ganz klassisch in wertvollem Gold geprägt, oder als leicht übersehbares Cent-Stück: die großen Schätze der Numismatik halten Sammler und Auktionshäuser weiterhin in Atem. Auch zukünftig wird man immer wieder über neue Spitzenpreise, längst vergessene Münz-Raritäten und ihre kuriosen Geschichten berichten können. Und wer weiß: womöglich schlummert der nächste Münzschatz bereits in Ihrer Sammlung!

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